11. April 2010

Missverst&aumlndnis

Herr und Frau Mller konnten keine Kinder bekommen. Deshalb beschlossen sie,
einen „Ersatzvater bzw. Ersatzerzeuger“ zu bestellen, damit sie eine Familie grnden
konnten.
Am Tag als der Ersatzvater erwartet wurde, ksste Herr Mller seine Frau zum
Abschied und sagte: „Also ich gehe jetzt, der Ersatz-Mann msste bald hier sein.“
Es war eine halbe Stunde spter, als zufllig ein Baby-Fotograf, der von Haus zu
Haus zog, an der Tr klingelte, in der Hoffnung auf einen Auftrag.
„Guten Morgen,“ grte er, „ich komme um….“ „Oh, Sie brauchen nichts zu erklren,“
schnitt Frau Mller ihm aufgeregt das Wort ab, “ ich habe Sie bereits erwartet.“
„Wirklich“, staunte der Fotograf,“ das ist ja groartig! Wussten Sie, dass Babies
meine Spezialitt sind?“
„Nun, das hatten mein Mann und ich erhofft. Bitte kommen Sie herein und nehmen
Sie Platz.“
Nach einer Weile fragte sie errtend: „Na ja, wo sollen wir denn anfangen?“
„berlassen Sie ruhig alles mir. Ich versuche es gewhnlich zweimal in der
Badewanne, einmal auf der Couch und vielleicht ein paar Mal auf dem Bett.
Manchmal ist es auch auf dem Wohnzimmerteppich sehr reizvoll. Man kann sich dort
nmlich so wunderbar ausbreiten.“
„Badewanne, Wohnzimmerteppich … ? Kein Wunder, dass es bei Klaus und mir nie
geklappt hat.“
„Nun ja, Frau Mller, niemand von uns kann jedes Mal einen Erfolg garantieren. Aber
wenn wir verschiedene Positionen ausprobieren und ich aus 6 oder 7 Winkeln
schiee, dann bin ich berzeugt, dass sie von dem Ergebnis entzckt sein werden.“
„Du meine Gte, das ist eine Menge!“ keuchte Frau Mller.
„Sehen Sie Frau Mller, in meiner Branche sollte sich ein Mann immer Zeit nehmen.
Ich knnte in 5 Minuten rein und raus sein, aber dann wren Sie mit Sicherheit
enttuscht.“
„Das wusste ich nicht“, sagte Frau Mller leise.
Darauf ffnete der Fotograf seine Aktentasche und zog eine Mappe mit Baby-Fotos
heraus. „Diese habe ich oben in einem Bus gemacht“, erklrte er.
„Oh, mein Gott!“ rief Frau Mller und griff an ihre Kehle.
„Und diese Zwillinge hier gerieten wider Erwarten ganz toll – wenn Sie bedenken, wie
schwierig es war, mit deren Mutter zu arbeiten !“
„Sie war schwierig?“ fragte Frau Mller.
„Ich frchte ja, schlielich musste ich sie in den Park bringen, um diesen Auftrag
ordentlich zu erledigen. Die Leute standen in Vierer und Fnferreihen, um einen Blick
zu erhaschen.“
„Vierer- und Fnferreihen?“ japste Frau Mller, die Augen vor Erstaunen weit
aufgerissen.
„Ja natrlich, und das fr mehr als 3 Stunden. Die Mutter schrie und zeterte herum –
ich konnte mich kaum konzentrieren. Und als es zu dmmern begann, musste ich
mich mit meinen Schssen beeilen. Als aber auch noch die Eichhrnchen an meinem
Equipment knabberten, musste ich eiligst alles einpacken.“
Frau Mller lehnte sich nach vorne: „Sie meinen sie kauten an Ihrem, . . . ehm . .
Equipment ??????“
„Ja, Frau Mller, das stimmt. – Nun, wenn Sie bereit sind, will ich mein Dreibein
aufstellen und wir knnen sofort mit der Arbeit beginnen.“
„Dreibein ???“ –
„Natrlich Frau Mller, ich benutze ein Dreibein, um mein Gert darauf zu platzieren.
Es ist viel zu schwer, um es lnger in der Hand zu halten.“
Daraufhin fiel Frau Mller in Ohnmacht . . …..!!!![ENDE]

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